Obstbau, Weinbau und Bienen – Spannungsfeld oder Symbiose

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Bericht über eine Veranstaltung am 27.11. in Weinheim


 

Obstbau, Weinbau und Bienen – Spannungsfeld oder Symbiose
Bienensterben – es gibt keine einfachen Antworten

IMG 1779 002 kMehr als 70 interessierte Zuhörer zog es zum Thema „Obstbau, Weinbau und Bienen – Spannungsfeld oder Symbiose?“ in das Alte Rathaus in Weinheim.
Auf Einladung der Stiftung der Obst- und Gemüseabsatzgenossenschaft Weinheim und des Bezirks-Obst-, Wein- und Gartenbauvereins Weinheim berichtete Dr. Wallner in einem leidenschaftlichen Vortrag über sein Lieblingsthema: Die Biene.
Der Redner ist promovierter Agrarwissenschaflter an der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Stuttgart-Hohenheim, aber auch Imkermeister. Er kennt somit beide Seiten der gleichen Medaille und eignet sich damit hervorragend als Brückenbauer zwischen der Welt der Imker/Insektenkundler und der Landwirtschaft.
Das sog. Bienensterben ist ja schon eine ganze Weile in aller Munde. Mythen und Fakten gehen dabei Hand in Hand. Daher ist Aufklärung über Fakten das Gebot der Stunde: Bei der Familie der Bienen handelt sich um ca. 560 verschiedene Arten in Deutschland, wobei interessanterweise ca. ¾ im Boden nisten. Unter diesen vielen Bienenarten ist die Honigbiene nur eine davon. Die anderen Arten sind Wildbienen, Hummeln und die sog. Solitärbienen, mit durchaus ungewöhnlichen Namen wie die zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene (Biene des Jahres 2013). Dies sind zum Teil hochspezialisierte Lebewesen, die auf gewisse Nahrungsquellen und Brutbedingungen zwingend angewiesen sind.
Das Bienensterben, so erläutert Dr. Wallner, betrifft nur im untergeordneten Maß die Honigbiene. Diese werde zum Einen durch Imker gehegt und gepflegt, zum Anderen sind Honigbienen weitaus weniger spezialisiert und viel mobiler als andere Bienenarten, die darüber hinaus eine weitaus schwächere Lobby als die Honigbiene besitzen. Problematisch stelle sich die Lage für Wildbienen und Solitärbienen dar - mehr als die Hälfte aller Arten in Deutschland sei bedroht.
Entgegen der landläufigen Meinung (und Hauptpunkt in der Berichterstattung) besteht die größte Bedrohung für Bienen nicht im Einsatz von Insektiziden, die für Bienen giftig sind (Leser, die die Diskussion der letzten Monate verfolgt haben, wissen, dass es hier v.a. um die sog. Neonicotinoide handelt).
Die größte Bedrohung liegt im immer stärkeren Wegfall der Vielfalt der blühenden Pflanzen. Die heutige Agrarlandschaft unterliege jedoch der wirtschaftlichen Notwendigkeit immer größerer Felder und der Vermeidung von Konkurrenzbewuchs, der den Pflanzen einen Kampf um Wasser, Sonne, Nährstoffe und Boden liefert. Auch durch die Flurbereinigung fielen und fallen Randstreifen und kleine brachliegende Flächen weg, die die notwendige Artenvielfalt der Blühpflanzen gewährleistet haben.
Der Referent verdeutlich das am Beispiel eines großen Feldes, das zwar in der Blütezeit ein reichhaltiges Angebot liefert, danach aber für die Bienenarten nicht mehr als Pollenspender oder Nektarquelle taugt, quasi eine „grüne Wüste“. Die Gefahr für Bienen durch Insektizide sei hier übrigens relativ gering, da Bienen sich in dieser grünen Wüste mangels Nahrungsangebot sowieso nur wenig aufhielten.
Während Honigbienen ohne Weiteres 3-4km entfernte Nahrungsangebote anfliegen, so besitzen manche Wild- und Solitärbienen nur einen Aktionsradius von ca. 100m. Somit finden diese Bienenarten im Gegensatz zur Honigbiene keine Nahrungsgrundlage mehr und sind somit zunehmend gefährdet. Dies unterbreche übrigens auch die Nahrungskette für die Insektenfresser z.B. viele Vogelarten, so dass auch diese gefährdet sind.
Daher gibt es auch neue Trends wie z.B. die Stadtimkerei, die die Blütenvielfalt im städtischen Bereich neu entdeckt, wie z.B. die Campus-Bienen an der Hochschule Mannheim
Im letzten Teil seiner Ausführungen von Dr. Wallner widmete sich dem Obstbau und Weinbau, da dieser in der Region stark verbreitet sind. Streu-Obstwiesen bieten die notwendige Vielfalt an Blühpflanzen, jedoch können auch Obstplantagen im Frühjahr ein umfangreiches Nahrungsangebot bieten. Das ist allerdings nur für diejenigen Bienen vorteilhaft, die einen zeitigen Bedarf haben. Unterstützt werden könnte das notwendige verlängerte Nahrungsangebot durch Randstreifen an den Obstanlagen und ähnliche Maßnahmen.
Bei einem Glas Apfelsaft aus der Region konnten die Besucher Ihre Fragen an den (Fach-)Mann bringen, das Gehörte Revue passieren lassen und einen spannenden Abend mit vielen neuen Informationen eines ausgewiesenen Experten ausklingen lassen.

Hintergrundinformation:
IMG 1801 001 kDie Stiftung der Obst- und Gemüseabsatzgenossenschaft Weinheim initiiert und unterstützt mit Ihren Erträgen gesellschaftlich wichtige landwirtschaftsnahe Maßnahmen im ehemaligen Wirkungsgebiet der Genossenschaft. Gefördert wurden im Jahr 2018 u.a. die Anpflanzung von Bäumen am Obstlehrpfad des OWGV Lützelsachsen, eine Schmetterlingswiese am Schlosspark in Weinheim, die Pflanzung von Mandelbäumen, die Aufstellung von 10 Insektenhotels wie auch die Errichtung von Hundetoiletten.

 Bericht und Bilder Bernhard Hoffner


 

W-W-W

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Was - Wann - Welche Gemüse soll man pflanzen

Was kann man säen bzw. setzen?  

Wann kann man säen bzw. setzen?

Welche Pflanzen vertragen sich?

Die verschiedenen Nutzpflanzen werden unterschiedlich gesäet bzw. gepflanzt. Auch einige Pflanzen können nicht nebeneinander gut wachsen bzw. gedeien. Wir haben für Sie Tabellen bereitgestellt, welche pflanzzeitpunkt und verträglichkeit untereinander darstellt.

Einfach auf säen und vertragen klicken!

Diese Tabellen können Sie dann auf Ihrem PC speichern oder auch ausdrucken.


Aktionstag

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Über Äpfel viel gelernt - Apfelsaft selber machen-

Apfel-Aktionstag des OGV Dühren hatte große und viele kleine Gäste

Bestens bewährt zu haben scheint sich der Apfel- Aktionstag des Obst- und Gartenbauvereins, der jetzt zum mittlerweile fünften Mal stattgefunden hat. Unzählige Privatpersonen brachten ihr Streuobst zur extra auf das Vereinsgelände beorderten mobilen Saftanlage der „Obstwiesen Filsinger“ aus Wiesloch-Baiertal. Einige Bilder

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Blütenweg

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Dem Landrat blüht was

Obst-, Wein- und Gartenbauverein pflanzt einen Mandelbaum an zentraler Stelle des neuen Blütenweges – Blütenweg-Einweihungsfest am 23. und 24. April

Weinheim. Es ist ein zentraler Punkt auf dem neuen Blütenweg: Gegenüber der Talsiedlung in Hirschberg-Großsachsen windet sich der neusven stein pflanzt b angelegte Weg in Serpentinen den Hang hinunter, unten liegt ein kleiner Bergwerksstollen, ein Bach gurgelt ins Tal. Alte knorrige Kirschbäume stehen dort – und sie haben jetzt, rechtzeitig vor der Einweihung des neuen Blütenweges am 23. und 24. April – einen neuen jungen Nachbarn bekommen: Einen Mandelbaum, übrigens einer, der essbare Mandeln hervorbringt. Eher süß als bitter. 
Sven Stein, von Beruf Obstgärtner mit eigenem Betrieb in Weinheim und ehrenamtlich Vorsitzender des Bezirks - Obst- und Gartenbauverein Weinheim, hat ihn am Donnerstag fachmännisch gesetzt. Das Bäumchen wird anwachsen, die Bedingungen waren optimal: feucht und warm. Außerdem steht er ja am „Blütenweg“, dort wächst alles auf fast schon paradiesische Art.


So legen die Akteure im Moment letzte Hand an, um das Blütenfestwochenende am 23. und 24. April vorzubereiten. Die langfristigen Wetterprognosen machen Hoffnung auf Sonne – und entsprechend großen Andrang. In den Küchen werden die Bergsträßer Spezialitäten vorbereitet, die teilnehmenden Winzer haben einen „Blütenweg-Hugo“ aus ihren Weinen und Sekten sowie einheimischem Holunder entwickelt. Kleinbusse werden für einen Shuttle-Service hergerichtet - und Sven Stein hat einen letzten Baum gepflanzt, ähnlich einem Schluss-Stein eines Gebäudes.
Der früh blühende Mandelbaum steht an jener Stelle an der Großsachsener Talstraße, wo am Sonntag, 24. April, 11 Uhr, Landrat Stefan Dallinger mit den Bürger- und Oberbürgermeistern der Bergstraßenkommunen symbolisch das letzte „B“ aufzeichnen wird. Dann ist der neue Blütenweg offiziell eröffnet. Das Fest zur Einweihung des neuen Blütenwegs erstreckt sich auf dem kompletten Weg von Laudenbach bis Dossenheim. Am Samstag, 23. April von 14 Uhr bis 17 Uhr gestalten Laudenbach, Hemsbach und Weinheim das Programm auf acht Kilometer Blütenweg von Sulzbach bis zur hessischen Landesgrenze. Am Sonntag, 24. April von 11 bis 16 Uhr organisieren Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim die Veranstaltung auf einem Abschnitt von neun Kilometer Länge zwischen dem Wanderparkplatz Schauenburg bei Dossenheim und eben der Großsachsener Talsiedlung. Man kann sich entweder die gesamte Strecke vornehmen oder beliebige Teilabschnitte aussuchen und in beide Richtungen begehen. Ein Shuttle-Service wird eingerichtet, zwischen Weinheim und Dossenheim fährt ohnehin die OEG im 30-Minuten-Takt. Wetere Infos auf www.ilek-bergstrasse.de

 


Spektakuläre Aktion

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Spektakuläre Aktion

In Stuttgart gibt’s „Das größte Gsälzbrot der Welt“

Die Region Unterer Neckar war an diesem Tag auch mit ihrem Regionenvertreter Hans Peter Nagelpusch vertreten. 

 

 Quelle: www.youtube.de

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Bier-Test

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Ereignisreicher Bier-Test des OGV Hoffenheim

An vier Stationen konnten 20 Biersorten probiert werden

Mit großem Aufwand hatten jetzt Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins die Mehrzweckhalle in eine ländliche Erlebniswelt verwandelt, damit sich die 60 Teilnehmer am Bier - Event in Bierlaune versetzen konnten.

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1x1 der Ziergehözschnitts

Rolf Heinzelmann 2016
1 x 1 des Ziergehölzschnitts
Bild für Bild


ISBN 978-3-8001-0781-0
Preis E-Book: 5,49 EUR
Preis Buch: 6,90 EUR

1x1 des Obstbaumschnitts

Rolf Heinzelmann
Manfred Nuber

1 x 1 des Obstbaumschnitts.
Bild für Bild
3., aktualisierte Auflage 2015
96 S., 70 Zeichnungen, kart.


ISBN 978-3-8001-8392-0.
Preis Buch: € 5,90
Preis E-Book: € 4,99

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